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Neue Energie für die Gemeinschaftsschule

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Es kommt ein Blockheizkraftwerk – Gemeinderat gab grünes Licht für 710 000-Euro-Projekt

Von Thomas Frenzel

Leimen. Hut ab vor der Qualität, die vor Jahrzehnten von den Heizungsbauern in der Geschwister-Scholl-Schule verbaut wurde: Die installierten Kessel funktionieren noch immer. Freilich: Das eine oder andere Ventil arbeitet nicht mehr ganz, wie es soll. Und auch mit den Kreiselpumpen sieht es nicht gut aus, die dafür sorgen, dass das erhitzte Wasser dorthin transportiert wird, wo es gebraucht wird – in die Heizkörper oder in die Wasserhähne. Und den heutigen Umweltstandards entspricht die Ölheizung, die ihre Energie aus einem 100 000-Liter-Tank bezieht, der unterm Schulhof vergraben ist, ebenfalls nicht mehr. Deshalb erhält die Scholl-Schule in nächster Zeit eine neue Heizzentrale inklusive Blockheizkraftwerk (BHKW). Für die hierfür nötige Investition in Höhe von geschätzten 740 000 Euro machte der Gemeinderat einhellig den Weg frei.

Versorgt von der bisherigen Heizzentrale wird nicht allein die Schule, wie Bauamtsleiter Holger Gora darlegte: die Kurpfalzhalle hängt dran und auch die Aegidiushalle. Und dabei wird es nicht bleiben, unterstrich Oberbürgermeister Hans D. Reinwald: Um – wie beantragt und genehmigt – zu einer richtigen Gemeinschaftsschule zu werden, muss bei der Geschwister-Scholl-Schule ein Neubau mit Mensa her. Und auch hierfür wird Energie benötigt.

Eine Untersuchung durch das Büro „MBP Ingenieure“ aus Mühlhausen, das auch mit der Ausführung beauftragt wurde, hatte eine Kombination aus Gaskessel plus Blockheizkraftwerk als „wohl günstigste Lösung“ der künftigen Energieversorgung ermittelt, wie der OB sagt. Eine Heizzentrale mit Holzpellets, so die Sitzungsunterlagen, wäre zwar billiger gekommen, hätte aber erheblichen Lagerplatzbedarf für die Pellets erfordert. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, die sich der Erdwärme bedient, wäre laut MBP-Untersuchung sowohl bei der Anschaffung als auch bei der Wartung teurer. Und: Ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk, das auch noch Strom produziert, erhält Geld aus der sogenannten Erneuerbare-Energien-Umlage, für die jeder private Stromkunde zahlen muss.

Dass an der Erneuerung der Heizzentrale kein Weg vorbeiführe und ein Gaskessel noch 2018 her muss, der vor allem die zukünftigen Spitzenlasten abfedern soll, wie dies Ralf Frühwirt (GALL) sagte, war unstrittig. Genauso unstrittig war, dass das für die künftige Grundlast gedachte BHKW erst dann kommen dürfe, wenn man sich über den neuen Schulanbau im Klaren ist, wie dies Klaus Feuchter (FDP) vorbrachte. Frühwirt trieb aber auch anderes um: die auf dem Schuldach installierte Solaranlage der Bürgerenergiegenossenschaft. Werde das BHKW hier zu einer ernsthaften Konkurrenz beim schulischen Stromverbrauch? Bauamtsleiter Gora winkte diesbezüglich ab – „nein“.

Hans Appel (CDU) hatte ganz andere Zweifel. Er verwies auf die sanierte Alte Fabrik, ebenfalls in St. Ilgen, wo die Stadtwerke mit dem BHKW alles andere als zufrieden seien: Im Sommer werde der Wärme-Strom-Lieferant mangels vernünftiger Energieabnahme abgestellt. Die Antwort der Verwaltung: Diesbezüglich vertraue man bei der Geschwister-Scholl-Schule auf die Experten.

Neue Energie für die Gemeinschaftsschule

RNZ-Artikel vom 13.April 2018 zur GSS-St.Ilgen

 Thomas Frenzel (RNZ)  Homepage  13.04.2018  304.44 KB  69

 

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